Die koreanische Küche, wie wir sie heute kennen, hat ihre Wurzeln in der buddhistischen Tempelküche. Die Köche hatten die Gelegenheit, gleich zwei Tempel zu besuchen: den Changdeokgung Palace und den Jogyesa Temple. Dort erhielten sie einen direkten Einblick mit viel kultureller Hintergrundinformation über das Leben buddhistischer Mönche.
Die Besonderheit der Tempelküche: es wird vegan, sehr salzarm und ohne starke Würze gekocht. Der Fokus liegt auf Reis und Gemüse, wobei Zwiebelgewächse auch vermieden werden. Bewusst pur und naturbelassen, so könnte man die Philosophie zusammenfassen. Beim Mittagessen im Restaurant Sanchon können sie das in der Praxis testen. Die fränkischen Gaumen müssen sich daran noch gewöhnen, der Kontrast zum deftigen Sonntagsbraten ist schon extrem. Daher wurde auch entschieden, sich beim eigenen Menü am Freitag eher an der modernen koreanischen Küche zu orientieren.
Im Anschluss wird die Event-Location besichtigt: Die Hyundai Cooking Library. Diese Kombination aus Bibliothek und Veranstaltungsraum im angesagten Gangnam-Viertel widmet sich der Kulinarik mit allen Sinnen und hat sogar einen eigenen Dachgarten.
Statt die Aussicht zu genießen, geht das Team direkt an die Arbeit: Technik klären, Equipment begutachten, Abläufe planen. Die Vorbereitung für den großen Abend startet schon heute, das Schweinefleisch wird eingelegt und über Nacht gegart.