AH World Tour by Fissler

Sechs Gastronomen. 8.000 km. Fünf Tage. Eine Mission.

Was passiert, wenn sechs Spitzengastronomen eine der faszinierendsten Food Metropolen der Welt erkunden?

Alexander Herrmann und sein Team haben sich auf das Experiment eingelassen, die koreanische Küche zu entdecken und Wege zu finden, ihre fränkischen Gerichte auf die lokalen Zutaten, Geschmäcker und Essgewohnheiten anzupassen. Heraus kam etwas ganz Neues, das Ost und West verbindet und allen Beteiligten neue Sichtweisen eröffnet.

Entdecke nachfolgend die Inhalte und Schwerpunkte aller 5 Tage der Alexander Herrmann World Tour! Authentisch. Geschmackvoll. Ambitious.

Tag 4

Tempelküche und Food Market

Die koreanische Küche, wie wir sie heute kennen, hat ihre Wurzeln in der buddhistischen Tempelküche. Die Köche hatten die Gelegenheit, gleich zwei Tempel zu besuchen: den Changdeokgung Palace und den Jogyesa Temple. Dort erhielten sie einen direkten Einblick mit viel kultureller Hintergrundinformation über das Leben buddhistischer Mönche.

Die Besonderheit der Tempelküche: es wird vegan, sehr salzarm und ohne starke Würze gekocht. Der Fokus liegt auf Reis und Gemüse, wobei Zwiebelgewächse auch vermieden werden. Bewusst pur und naturbelassen, so könnte man die Philosophie zusammenfassen. Beim Mittagessen im Restaurant Sanchon können sie das in der Praxis testen. Die fränkischen Gaumen müssen sich daran noch gewöhnen, der Kontrast zum deftigen Sonntagsbraten ist schon extrem. Daher wurde auch entschieden, sich beim eigenen Menü am Freitag eher an der modernen koreanischen Küche zu orientieren.

Im Anschluss wird die Event-Location besichtigt: Die Hyundai Cooking Library. Diese Kombination aus Bibliothek und Veranstaltungsraum im angesagten Gangnam-Viertel widmet sich der Kulinarik mit allen Sinnen und hat sogar einen eigenen Dachgarten.

Statt die Aussicht zu genießen, geht das Team direkt an die Arbeit: Technik klären, Equipment begutachten, Abläufe planen. Die Vorbereitung für den großen Abend startet schon heute, das Schweinefleisch wird eingelegt und über Nacht gegart.

„Und vor allem dieser Fischmarkt, das war Wahnsinn. Den habe ich mir bei weitem nicht so toll vorgestellt und da würde ich gerne nochmal hin, um auch die anderen Hallen alle nochmal so zu sehen. Also der ist so groß wie zwölf Fußballfelder, dieser Profimarkt. Also da musstest du dich reglementieren, sonst wären wir da jetzt wahrscheinlich immer noch.”

Alexander Herrmann, 2-Sterne-Koch

Und dann los auf die Märkte: Street Food und Sightseeing auf dem Gwangjang Market, dann zum Einkaufen auf den Kyeongdong Market. Hier zahlt es sich aus, wenn man eine konkrete Einkaufsliste hat, damit man sich nicht in der riesigen Auswahl verliert. Ebenfalls unersetzlich für den Erfolg: die Unterstützung zweier koreanischer Köchinnen aus der Fissler-Küche, die die besten Stände für jeden Punkt auf der Liste kennen. Die eher westlichen Zutaten (wie Fanta für das süß-saure Schweinefleisch) finden sich im Supermarkt.

Beim Abendessen im Hanam Pork House gibt es eine letzte Verkostung von koreanisch zubereitetem Schweinefleisch. Das hilft, die eigene Kreation an den Geschmack der Gäste anzupassen, ohne die fränkische Komponente komplett zu verlieren.