AH World Tour by Fissler

Sechs Gastronomen. 8.000 km. Fünf Tage. Eine Mission.

Was passiert, wenn sechs Spitzengastronomen eine der faszinierendsten Food Metropolen der Welt erkunden?

Alexander Herrmann und sein Team haben sich auf das Experiment eingelassen, die koreanische Küche zu entdecken und Wege zu finden, ihre fränkischen Gerichte auf die lokalen Zutaten, Geschmäcker und Essgewohnheiten anzupassen. Heraus kam etwas ganz Neues, das Ost und West verbindet und allen Beteiligten neue Sichtweisen eröffnet.

Entdecke nachfolgend die Inhalte und Schwerpunkte aller 5 Tage der Alexander Herrmann World Tour! Authentisch. Geschmackvoll. Ambitious.

Tag 3

Fermentation und Korean Rice Wine

Heutzutage geht ja nichts mehr ohne Content. Daher steht der Vormittag des dritten Tages ganz im Zeichen der Dokumentation: Fotoshooting an verschiedenen Orten, Interviews, Videos und mehr.

Danach die verdiente Mittagspause im Fine-Dining-Restaurant Onjium, das eine moderne Interpretation der koranischen Hofküche anbietet – wobei auch dort die Kochseele keine Ruhe findet und sie die Chance ergreifen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Nachmittags geht es zurück auf die Schulbank. Heute wird Makgeolli gemacht, fermentierter koreanischer Reiswein. Zuhause im Anima Food Lab hatten sie das schon einmal ausprobiert, aber wie Joshi Oswald sagt: „Das ist ganz wichtig, dass man sowas vor Ort mal sieht von jemandem, der sich auskennt und diese Feinheiten erzählt. Es sind manchmal nur Feinheiten, es ist die falsche Hefe und dann entsteht schon ein ganz anderes Ergebnis. Man muss das einmal sehen, spüren und auch mitmachen, um es dann zu verstehen. Und wenn man es dann verstanden hat, dann kann man es daheim anwenden. Wir haben jetzt auch wieder angesetzt, schauen wir mal, ob der jetzt besser wird.“ Das Ergebnis wird sich in ein paar Wochen zeigen.

Eine erste Idee für das Dessert am Freitag entsteht: Milchreis mit Reiswein. Das Team versichert sich bei ihrem Guide, dass sie damit keine kulturellen Tabus brechen, aber der ist ganz entspannt. Schließlich zeichnet sich Südkorea auch durch seine Offenheit aus.

„Das ist ganz wichtig, dass man sowas vor Ort mal sieht von jemandem, der sich auskennt und diese Feinheiten erzählt. Es sind manchmal nur Feinheiten, es ist die falsche Hefe und dann entsteht schon ein ganz anderes Ergebnis. Man muss das einmal sehen, spüren und auch mitmachen, um es dann zu verstehen. Und wenn man es dann verstanden hat, dann kann man es daheim anwenden. Wir haben jetzt auch wieder angesetzt, schauen wir mal, ob der jetzt besser wird."

Joshi Oswald

Auf der Suche nach den besten Zutaten für das Menü besuchen die Köche eine Bäckerei, die deutsches Brot anbietet. Aber wie das immer so ist mit „fremden“ Zutaten, wurde auch das Brot an die lokalen Geschmäcker angepasst. In diesem Falle heißt das, viel weniger Salz als wir es gewohnt sind. Das war überhaupt eine der zentralen Unterschiede: die koreanische Küche ist deutlich salzärmer, der würzige Geschmack kommt eher über Fermentation und Zutaten wie Sojasauce und Fischpaste. Das erfordert ein Umdenken, denn der Salzgehalt hat unter anderem auch einen Einfluss auf die Konsistenz, wie bei der Kruste vom Schweinebraten.

Abends geht es zunächst ins Ahnssi Makgeolli-Restaurant, wo der koreanische Reiswein eine Hauptrolle spielt und in verschiedenen Kombinationen getestet wird. Die gemütliche Location nennt sich bescheiden „Mr. Ahn’s Korean Bistro“, verfügt aber auch über einen Michelin-Stern – völlig zurecht, finden die Gäste.

Zur kulinarischen Entdeckungsreise gehört natürlich auch das Nachtleben. Frisch gestärkt geht es in die Cocktailbar Zest, immerhin Nummer zwei auf der Liste der 50 besten Bars in Asien 2025. Hier wird der Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität gelegt, und auch hier spielen fermentierte Zutaten eine Rolle. Minimalistisches Design und Zero-Waste-Denken treffen auf maximalen Geschmack!

Statt weiter durch Bars zu ziehen, setzt sich ein Teil des fränkischen Koch-Teams ab und besucht den Myeongdong Night Market – Street Food, soweit das Auge reicht. Von gefüllten Blätterteigteilchen in Fisch-Form über Spicy Street Tacos bis hin zu süß gefüllten Hotteok-Pfannkuchen gibt es hier mehr zu probieren, als selbst der geübteste Magen schafft. Übrigens ist das Viertel Myeongdong außerhalb Koreas auch für seine Kosmetikläden bekannt. Aber unsere Köche strahlen so vor Entdeckungs- und Schaffensfreude, dass sie keine Schönheitsmittel brauchen.