Auf der Suche nach den besten Zutaten für das Menü besuchen die Köche eine Bäckerei, die deutsches Brot anbietet. Aber wie das immer so ist mit „fremden“ Zutaten, wurde auch das Brot an die lokalen Geschmäcker angepasst. In diesem Falle heißt das, viel weniger Salz als wir es gewohnt sind. Das war überhaupt eine der zentralen Unterschiede: die koreanische Küche ist deutlich salzärmer, der würzige Geschmack kommt eher über Fermentation und Zutaten wie Sojasauce und Fischpaste. Das erfordert ein Umdenken, denn der Salzgehalt hat unter anderem auch einen Einfluss auf die Konsistenz, wie bei der Kruste vom Schweinebraten.
Abends geht es zunächst ins Ahnssi Makgeolli-Restaurant, wo der koreanische Reiswein eine Hauptrolle spielt und in verschiedenen Kombinationen getestet wird. Die gemütliche Location nennt sich bescheiden „Mr. Ahn’s Korean Bistro“, verfügt aber auch über einen Michelin-Stern – völlig zurecht, finden die Gäste.
Zur kulinarischen Entdeckungsreise gehört natürlich auch das Nachtleben. Frisch gestärkt geht es in die Cocktailbar Zest, immerhin Nummer zwei auf der Liste der 50 besten Bars in Asien 2025. Hier wird der Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität gelegt, und auch hier spielen fermentierte Zutaten eine Rolle. Minimalistisches Design und Zero-Waste-Denken treffen auf maximalen Geschmack!
Statt weiter durch Bars zu ziehen, setzt sich ein Teil des fränkischen Koch-Teams ab und besucht den Myeongdong Night Market – Street Food, soweit das Auge reicht. Von gefüllten Blätterteigteilchen in Fisch-Form über Spicy Street Tacos bis hin zu süß gefüllten Hotteok-Pfannkuchen gibt es hier mehr zu probieren, als selbst der geübteste Magen schafft. Übrigens ist das Viertel Myeongdong außerhalb Koreas auch für seine Kosmetikläden bekannt. Aber unsere Köche strahlen so vor Entdeckungs- und Schaffensfreude, dass sie keine Schönheitsmittel brauchen.