Die zweite Erkenntnis: Hier ist es üblich, dass eine größere Auswahl an Speisen in der Tischmitte angerichtet wird und die Gäste sich gegenseitig bedienen. „Eine Mischung aus höflich und familiär“, beschreibt es Anja Kirchpfennig. Das hat auch den Vorteil, dass jeder von allem probieren kann. Kurz wird darüber nachgedacht, dass beim Event am Freitag auch so umzusetzen, aus praktischen Gründen hat sich das Team letztendlich für einzelne Tellerportionen entschieden.
Nächster Programmpunkt: Abendessen im zwei-Sterne-Restaurant Jungsik. Man könnte fast neidisch werden über so ein Pensum. Bis man sieht, wie die Köche jeden einzelnen Bissen analysieren, Geschmäcker zuordnen, Zubereitungsarten heraustüfteln und mit den Gedanken schon dabei sind, für das eigenen Menü zu planen. Eine leckere Arbeit, aber eben echte Arbeit mit allen Sinnen.
Das Fazit zum Fine Dining: man merkt, dass es eher an westlichen Geschmäckern und Techniken orientiert ist. Vielleicht muss das so sein, wenn man Michelin-Sterne ergattern will. Aber die hohe Qualität der südkoreanischen Zutaten wird auch hier deutlich, und das Team ist sich einig, dass sie noch nie so gute Abalonen gegessen haben wie in Korea – übrigens sowohl im Sterne-Restaurant, als auch beim normalen Mittagstisch.