AH World Tour by Fissler

Sechs Gastronomen. 8.000 km. Fünf Tage. Eine Mission.

Ein Koch in einer dunklen Küche hält ein Messer über Fleisch, lächelnd, mit Fissler-Edelstahlpfanne und Utensilien im Hintergrund.

Korean Seoul Food

Fissler World Tour Alexander Herrmann

Was passiert, wenn sechs Spitzengastronomen eine der faszinierendsten Food Metropolen der Welt erkunden?

Alexander Herrmann und sein Team haben sich auf das Experiment eingelassen, die koreanische Küche zu entdecken und Wege zu finden, ihre fränkischen Gerichte auf die lokalen Zutaten, Geschmäcker und Essgewohnheiten anzupassen. Heraus kam etwas ganz Neues, das Ost und West verbindet und allen Beteiligten neue Sichtweisen eröffnet.

Entdecke nachfolgend die Inhalte und Schwerpunkte aller 5 Tage der Alexander Herrmann World Tour! Authentisch. Geschmackvoll. Ambitious.

Tag 2

Kimchi und Sterneküche

Tag zwei startet mit einer Lerneinheit zum Thema Kimchi. Die wichtigste koreanische Beilage aus fermentiertem Gemüse ist zwar inzwischen auch in Deutschland bekannt, aber hier ist sie eben „hoch und heilig“, wie Alexander Herrmann sagt. Dazu gehört auch eine gewisse Achtsamkeit im Umgang mit den Zutaten. Im Kimchikan (Kimchi-Museum) wickeln die Köche Kohlblätter zu Päckchen, „wie ein Baby in eine Decke“. Das stellt auch Spitzenköche vor neue Herausforderungen – marinierte Kohlblätter sind fast so flutschig wie eingeölte Babyfüße. Da die Fermentierung mehrere Tage dauert, werden bei der anschließenden Verkostung verschiedenste vorbereitete Kimchi-Varianten gereicht.

Zum Mittagessen geht es ins Restaurant Yeojaman, das auf die Küche der südlichen Küstenregion von Korea spezialisiert ist. Muscheln, Rochen, Schrimps – und die Erkenntnis, dass in der koreanischen Küche die Konsistenz eine viel größere Rolle spielt als in der deutschen. Textur vor Aroma, Mundgefühl vor Geschmack. Das beeinflusst natürlich auch die Menüplanung für den Abschlussabend. Immer im Hinterkopf: das muss alles auch mit Stäbchen essbar sein, schließlich steht der Gast im Zentrum des Events.

„Wir haben uns Inspirationen geholt natürlich vom klassischen Kimchi, die Art des Kimchi, was da auch noch reinkommt. Also wir haben zum Beispiel in Südkorea, was ich noch nie vorher gesehen habe, dass die im Kimchi quasi auch so ein bisschen Pflaumensauce mit dazu gemacht haben. Und wir haben das dann halt mit einem Kimchi bei uns daheim gemacht und haben das dann aber mit so Pflaumenröster gemacht, was wir halt eingeweckt haben. Ja und so haben wir halt ein bisschen so Pflaume als Frucht und als Starterkultur mit reingebracht. Und ja, also diese Würzung an sich. Also wir haben ja da so Paste gemacht in Südkorea und das dann so eingestrichen, also diesen Kohl. Und die Technik haben wir jetzt auch in Würsberg öfters mal gemacht mit so einer Paste, aber wie gesagt auch mit Pflaume, dass wir sagen, wir machen den Pflaumenröster dazu.“

Joshi Oswald

Die zweite Erkenntnis: Hier ist es üblich, dass eine größere Auswahl an Speisen in der Tischmitte angerichtet wird und die Gäste sich gegenseitig bedienen. „Eine Mischung aus höflich und familiär“, beschreibt es Anja Kirchpfennig. Das hat auch den Vorteil, dass jeder von allem probieren kann. Kurz wird darüber nachgedacht, dass beim Event am Freitag auch so umzusetzen, aus praktischen Gründen hat sich das Team letztendlich für einzelne Tellerportionen entschieden.

Nächster Programmpunkt: Abendessen im zwei-Sterne-Restaurant Jungsik. Man könnte fast neidisch werden über so ein Pensum. Bis man sieht, wie die Köche jeden einzelnen Bissen analysieren, Geschmäcker zuordnen, Zubereitungsarten heraustüfteln und mit den Gedanken schon dabei sind, für das eigenen Menü zu planen. Eine leckere Arbeit, aber eben echte Arbeit mit allen Sinnen.

Das Fazit zum Fine Dining: man merkt, dass es eher an westlichen Geschmäckern und Techniken orientiert ist. Vielleicht muss das so sein, wenn man Michelin-Sterne ergattern will. Aber die hohe Qualität der südkoreanischen Zutaten wird auch hier deutlich, und das Team ist sich einig, dass sie noch nie so gute Abalonen gegessen haben wie in Korea – übrigens sowohl im Sterne-Restaurant, als auch beim normalen Mittagstisch.