gusseisenpfannen

Gusseisenpfannen

Gusseisen richtig verwenden und pflegen

Gusseisenkochgeschirr ist ein zuverlässiger Begleiter in der Küche – robust, zeitlos und gemacht für viele Jahre voller Genuss. Doch was macht Gusseisen so besonders? Warum lohnt sich die Investition? Im Fissler Ratgeber erfährst du alles rund um die richtige Verwendung, Pflege und die vielseitigen Vorteile von Gusseisenpfannen, -töpfen und -brätern.

Ein perfekt gegartes Lammkarree ruht auf frischen Kräutern in einer hochwertigen gusseisernen Pfanne von Fissler, Rauch wirbelt vor einem dunklen Hintergrund.

Geschichte und Herkunft von Gusseisenkochgeschirr

Die Wurzeln von Gusseisen reichen über 2.500 Jahre zurück– bis in das alte China des 6. Jahrhunderts v. Chr. Von dort aus eroberte das Material die Welt und entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Kochkultur. Während im Mittelalter daraus robuste Werkzeuge und Töpfe geschmiedet wurden, brachten im 19. Jahrhundert französische Manufakturen die berühmten Cocottes hervor. Heute ist Gusseisen ein Symbol für Qualität und Genuss und erlebt aufgrund seiner vielen Vorzüge eine Renaissance.

Ein hochwertiger Fissler Gusseisentopf mit Deckel und zwei Griffen, der in dramatischem Licht präsentiert wird und zeitloses deutsches Design widerspiegelt.

Aus was besteht Gusseisen?

Kochgeschirr aus Gusseisen wie ein Gusseisenbräter wird aus einer Legierung hergestellt, die hauptsächlich aus reinem Eisen und Kohlenstoff besteht.

Zusätzlich können je nach Hersteller und Anwendungszweck auch weitere Metalle, wie z. B. Silizium oder Chrom hinzugefügt werden, um die Eigenschaften des Gusseisens positiv zu beeinflussen. In der Regel wird eine Mischung aus etwa 95 % Roheisen, ca. 3 % Kohlenstoff und ca. 2 % weiteren Komponenten bei bis zu 1.700 °C eingeschmolzen und in flüssiger Form weiterverarbeitet bzw. gegossen.

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Die Vorteile von Gusseisen im Überblick

Dass das schwere Gusseisen als Legierung aus reinem Eisen und Kohlenstoff bevorzugt für Kochgeschirr hergestellt wird, hat gute Gründe.
Dies sind die wichtigsten Argumente:

1. Wärmespeicherung und Hitzebeständigkeit

Die Materialzusammensetzung von Gusseisen ergibt einen optimalen Hitzespeicher. Zwar dauert das Aufheizen des Materials etwas länger als zum Beispiel von Aluminium oder Kupfer, jedoch hält Gusseisen die Hitze besonders lange und intensiv.

2. Gleichmäßige Hitzeverteilung

In Gusseisenbrätern und -pfannen verteilt sich die Wärme langsam und gleichmäßig über die gesamte Fläche, sodass das Essen gleichmäßig gegart wird.

3. Patina – ein natürlicher Antihaft-Effekt

Wenn es richtig vorbereitet und gepflegt sowie genutzt wird, entwickelt Gusseisengeschirr mit der Zeit eine Antihaftbeschichtung, die sogenannte Patina. Diese verhindert das Anhaften von Speisen und erleichtert die Reinigung. Durch die Patina kann die Fettzugabe zum Kochen reduziert werden, zudem verbessert sie den Geschmack der Speisen.

4. Zuverlässigkeit

Gusseisenkochgeschirr ist nicht nur äußerst zuverlässig, sondern auch vielseitig. Bei guter Pflege bleibt es über viele Jahre ein treuer Begleiter und wird durch regelmäßigen Gebrauch sogar besser. Es ist hitzebeständig und benötigt keine chemischen Beschichtungen.

Emailliertes oder nicht emailliertes Gusseisen: Was ist besser?

Die Wahl zwischen emailliertem und nicht emailliertem Gusseisen hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab.

Emailliertes Gusseisen

Emailliertes Gusseisen verfügt über eine schützende Glasschicht aus Emaille. Die Emaille trägt zum Schutz vor Korrosion bei und ermöglicht es, auch säurehaltige Lebensmittel wie Äpfel oder Tomaten ohne Geschmacksbeeinträchtigung zu garen.

Nicht emailliertes Gusseisen

Nicht emaillierte Gusseisentöpfe und -pfannen kommen ohne schützende Glasbeschichtung aus. Dadurch kann das rohe Gusseisen mit säurehaltigen Lebensmitteln reagieren und einen leichten Eisengeschmack an das Essen abgeben.

Ein Rostschutz ist nicht von Anfang an gegeben. Dieser wird durch Einbrennen der unbeschichteten Töpfe und Pfannen aufgebaut.

Das passende Modell für die Kochgewohnheiten finden

Ob eine Gusseisenpfanne emailliert sein sollte, hängt von deinen Vorlieben ab. Für das Grillen mit offener Flamme ist nicht emailliertes Gusseisen ideal, da es den direkten Kontakt mit Feuer gut verträgt. Auf dem Grill kann die Hitze punktuell sein, was bei emailliertem Gusseisen zu ungleichmäßiger Erwärmung führen und die Emaille zum Abplatzen bringen kann.

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Schritt für Schritt-Anleitung: Reinigung von emailliertem Gusseisen

Eine Person in Jeansjacke reinigt eine hochwertige gusseiserne Grillpfanne auf Holz, in der Nähe die Qualität und das zeitlose deutsche Design von Fissler.

1. Reinigung:

Zur Reinigung heißes Wasser, mildes Spülmittel und kratzfreie Spülutensilien, wie Spültuch oder -schwamm verwenden. 

Eine Hand reinigt einen hochwertigen schwarzen Fissler-Topf mit einem grün-gelben Schwamm und unterstreicht damit die Langlebigkeit und Präzision deutscher Produktion.

2. Rückstände entfernen:

Bei Verkrustungen oder hartnäckigen Flecken das Kochgeschirr zunächst einweichen, statt Metallschwämme oder scheuernde Mittel einzusetzen. 

Fissler-Glasflaschen mit goldenem Öl, Silberkappen, ordentlich angeordnet; Pfefferkörner und Salzkristalle betonen ein raffiniertes deutsches Design.

3. Einölen:

Nach jeder Reinigung das Kochgeschirr mit einem mit Speiseöl befeuchteten Lappen leicht auswischen, um die Schutzschicht zu erneuern.

Eine Person legt ein Tuch in einen hochwertigen schwarzen Fissler-Topf, der mit Präzision auf einer glatten dunklen Oberfläche und einem dunklen Hintergrund gefertigt wurde.

4. Trocknen:

Um Korrosion oder Flugrost zu vermeiden, sollte man das Kochgeschirr nach der Reinigung stets gut trocknen lassen. Den Deckel erst – leicht geöffnet – auf den komplett trockenen Bräter auflegen, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann.

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Schritt für Schritt-Anleitung: Reinigung von nicht emailliertem Gusseisen:

Eine Hand reinigt einen hochwertigen schwarzen Fissler-Topf mit einem grün-gelben Schwamm und unterstreicht damit die Langlebigkeit und Präzision deutscher Produktion.

1. Reinigung:

Nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser und einer Bürste oder einem Schwamm reinigen. Vermeiden Sie Spülmittel.

Eine Person in einem schwarzen Pullover legt eine Hand in einen schwarzen Fissler-Topf, der ein dunkles Tuch hält, vor einem eleganten schwarzen Hintergrund.

2. Trocknen:

Gründlich trocknen, um Rostbildung zu verhindern.

Fissler-Glasflaschen mit goldenem Öl, Silberkappen, ordentlich angeordnet; Pfefferkörner und Salzkristalle betonen ein raffiniertes deutsches Design.

3. Einölen:

Eine dünne Schicht Pflanzenöl auftragen, um das Gusseisen zu schützen und die Patina zu erhalten.

Was kann ich in Gusseisen braten?

Gusseisernes Kochgeschirr eignet sich aufgrund seiner hervorragenden Wärmeverteilung und Wärmespeicherung besonders gut für Gerichte, die über einen längeren Zeitraum sanft garen oder schmoren. Auch für die Verwendung bei hohen Temperaturen, wie z. B. beim scharfen Anbraten oder Frittieren ist gusseisernes Kochgeschirr ideal.

 Beispiele:

  • Eintöpfe und Suppen
  • Schmorgerichte, wie Gulasch oder
  • Rindfleischragout
  • Braten und Schmorbraten
  • Gebratene Geflügelgerichte
  • Chili con Carne
  • Fischgerichte, wie Lachs oder Forelle
  • Brot

Gusseisen richtig einbrennen

Anders als Töpfe und Pfannen aus Edelstahl bringt Kochgeschirr aus rohem Gusseisen keine Antihaftbeschichtung mit. Damit das Essen dennoch nicht am Boden festklebt und das Eisen auch nicht rostet, geht es vor dem ersten Gebrauch an das Einbrennen.

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Schritt für Schritt-Anleitung: Einbrennen von Gusseisen

Eine Hand benutzt einen Fissler-Pinsel, um das Öl in einem hochwertigen schwarzen Fissler-Topf aufzutragen und das langlebige Kochgeschirr für das Präzisionskochen vorzubereiten.

Schritt 1:

Innenseite und oberer Rand, insbesondere die Bratflache des gusseisernen Kochgeschirrs, mit ein bis zwei Esslöffeln hitzebeständigem Öl, z. B raffiniertes Raps- oder Sonnenblumenöl, ausreiben.

Eine hochwertige tealfarbene Fissler-Backform, die sich durch Langlebigkeit und zeitloses Design auszeichnet, ruht in einem Ofen unter einem digitalen Bedienfeld.

Schritt 2:

Das Kochgeschirr auf dem Herd oder im Backofen platzieren. Anschließend wird die Temperatur schrittweise auf ca. 200 °C erhöht, bis das Fett zu rauchen beginnt. Dies kann ein paar Minuten dauern.

Eine Nahaufnahme einer grünen gusseisernen Grillpfanne von Fissler mit präzisen Rillen, die auf einer glatten schwarzen Glasplatte präsentiert wird.

Schritt 3:

Dann das Kochgeschirr langsam abkühlen lassen.

Eine Person in Jeansjacke reinigt eine hochwertige gusseiserne Grillpfanne auf Holz, in der Nähe die Qualität und das zeitlose deutsche Design von Fissler.

Schritt 4:

Im letzten Schritt entfernst du das überschüssige Fett mit einem Küchenpapier – das Geschirr ist nun einsatzbereit für die erste Nutzung.

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Tipps zur richtigen Verwendung

Nachdem du die Gusseisenpfannen, -töpfe oder -bräter eingebrannt hast, geht es ans Kochen. Für optimale Garergebnisse und eine lange Lebensdauer des Kochgeschirrs empfiehlt sich die Beachtung folgender Punkte:

Das mintgrüne Küchenutensilien-Set von Fissler mit frischen Kräutern und Zitrone in einem eleganten schwarzen Halter auf Holz präsentiert sich in zeitlosem Design.Eine Hand gießt Öl aus einer Glasflasche in einen hochwertigen schwarzen Fissler-Topf, der zeitloses deutsches Design und präzise Handwerkskunst zeigt.Eine Person hält einen gusseisernen Topf mit Deckel von Fissler an den seitlichen Griffen und präsentiert zeitloses deutsches Design vor einem dunklen Hintergrund.

Aufheizen

Erhitze das Gusseisenkochgeschirr langsam auf niedriger bis mittlerer Stufe, bis es gleichmäßig warm ist (ca. 5 Minuten). Erhöhe dann die Temperatur, wobei die Powerboost-Funktion erst bei hoher Temperatur verwendet werden sollte.

Das richtige Fett

Verwende hoch erhitzbare Fette wie Butterschmalz, raffiniertes Rapsöl oder Bratfette. Wenn das Fett zu rauchen beginnt, ist es zu heiß und hat bereits seinen optimalen Bratpunkt überschritten.

Küchenhelfer

Verwende Küchenhelfer aus Holz, Kunststoff oder Silikon, um das Kochgeschirr zu schonen. Metallgegenstände und Schneiden im Kochgeschirr können Kratzer und Beschädigungen verursachen.

Gusseisen und Induktion: eine perfekte Kombination

Eine Person kocht geschnittene Kartoffeln in einer roten Fissler-Pfanne auf einem Induktionsherd und rührt dabei mit unserem schwarzen Spatel in einer modernen Küche.

Warum Gusseisen ideal für Induktionsherde ist

In der Kombination treffen bei Gusseisen und Induktion eine hohe Stabilität auf besonders hohe Temperaturen. Sofern das Erhitzen langsam erfolgt, verträgt Gusseisen auch extreme Hitze. Gut miteinander harmoniert das Kochgeschirr mit dieser Herdart, da Induktionsherde nur einen geringen Wärmeverlust haben und Gusseisen die Wärme sehr gut speichert.

Warum Kochgeschirr aus Gusseisen in jede Küche gehört

Gusseisen ist mehr als nur Kochgeschirr – es ist ein treuer Begleiter in deiner Küche. Mit exzellenter Wärmespeicherung, gleichmäßiger Hitzeverteilung und seiner Qualität sorgt Gusseisen für Kochergebnisse, die Freude bereiten. Ob Braten, Schmoren oder Backen – es überzeugt auf allen Herdarten und entwickelt mit der Zeit seinen ganz eigenen Charakter. Gusseisen ist die richtige Wahl für zuverlässigen Genuss in deiner Küche.